Teich-Filtermaterial
1) Filterbürsten: halten in erster Linie feste Abfallprodukte (Blätter, Fadenalgen, Fischkot, …) in der ersten Filterstufe zurück und verhindern so ein Verstopfen der biologischen Materialien. Ungereinigte Bürsten haben auch eine biologische Wirkung. Die Filterbürsten sollten in regelmäßigen Abständen mit Teichwasser gespült werden, um die Bakterienflora zu erhalten und ein Zusetzen zu vermeiden.
Material: Polypropylen (PP) und rostfreier Stahlkern
Oberfläche pro m³: ca. 160 m²
2) Japanmatten: das heute am häufigsten verwendete biologische Filtermaterial. Japanmatten bestehen aus Hunderten von Fasern, die zu einer Matte geformt und zugeschnitten werden. Häufig werden mehrere einzelne Matten zu einer Patrone mittels Abstandshalter zusammengesetzt. Die grobe Struktur der Matten bietet nitrifizierenden Bakterien eine große Oberfläche.
Material: Polypropylen (PP)
Oberfläche pro m³: ca. 240 m²
3) Schaumstoffmatten: von unterschiedlicher Dichte (fein/mittel/grob) helfen beim Ausfiltern von feinen, kleinen Schmutzstoffen. Bei der Auswahl von Schaumstoffmatten sollte darauf geachtet werden, dass diese auch für den Einsatz im Gartenteich geeignet sind. Der Nachteil dieser Matten besteht darin, dass sie leicht verstopfen, und bei der Reinigung viele Bakterien ausgewaschen werden müssen.
Der Einsatz von so genannten T-Matten hat sich allerdings bei vielen Filtersystemen gut bewährt, und wird auch erfolgreich in der Praxis angewandt. Neuerdings kommen auch vermehrt Filterschaumwürfel zum Einsatz, die leicht zu reinigen sind, und eine sehr große Oberfläche besitzen.
Material: Polyurethan (PUR)
Oberfläche pro m³: ca. 300 – 400 m²
4) Matala: ist ein Kunststoffgeflecht, das aus unterschiedlich dicken und dichten Fasern erhältlich ist. Die Matten oder besser gesagt die Platten sind recht steif, und müssen daher nicht durch einen Gitterrost oder ähnliches gestützt werden. Grundsätzlich dient Matala als biologisches Filtermaterial, aber wenn die unterschiedlichen Faserdichten richtig eingesetzt werden, kann damit auch eine gute und effektive mechanische Reinigung erzielt werden.
Material: Polypropylen (PP)
Oberfläche pro m³: ca. 200 – 400 m²
5) Biobälle: oder ähnliches sind meist Kunststoffkugeln, die eine sehr große Oberfläche für Bakterienkolonien besitzen und sich daher gut zur biologischen Reinigung einsetzen lassen. Vorteil dieser Körper ist, dass sie eine gute Verwirbelung des Wassers erreichen, und dadurch die aeroben Bakterien die Stoffwechselprodukte der Fische gut umwandeln können. Der Nachteil liegt darin, dass gerade bei Koiteichfiltern, große Mengen benötigt werden und das ganze dann relativ teuer wird.
Ähnlich den so genannten Biobällen sind auch alle anderen Filtermaterialien, die aus Kunststoff eingesetzt werden. Man sollte jedoch darauf achten, dass diese leicht zu reinigen sind. Besonders schwierig gestalten sich dabei Kunststoffrohrstücke größerer Länge. Neueste Entwicklungen wie das Kaldnes lassen sich dagegen sehr leicht reinigen, und sind meiner Meinung nach die Filtermaterialien von Morgen. Über eines sollte man sich im Klaren sein: Je größer die Oberfläche, desto mehr Bakterien die das Teichwasser reinigen.
Material: Kunststoff
Oberfläche pro m³: ca. 200 – 400 m²
Oberfläche Kaldnes pro m³: ca. 800 m²
6) Filterwaben: werden schon lange zur Wasseraufbereitung in der Industrie eingesetzt. Sie haben den Vorteil, das der anhaftende Schmutz (und Biofilm) ab einer bestimmten Größe abplatzt und sich so das Filtermaterial von selbst reinigt. Durch die besondere Kanalform bleibt das Wasser ständig in Kontakt mit dem Material, so dass die Bakterien die Schadstoffe sehr effektiv verarbeiten können.
Material: Polypropylen (PP)
Oberfläche pro m³: ca. 150 – 250 m²
7) Aquarock: oder ähnliche mikroporöse Filtergesteine werden aus gesinterten Tonstücken erzeugt. Es ist sehr porös und besitzt daher eine große Oberfläche zur Bakterienansiedlung. Der Nachteil ist, dass es in nicht einwandfrei vorgereinigtem Wasser schnell verstopft, und dann einen hohen Reinigungsaufwand erfordert. Trotzdem wird es häufig in der letzten Kammer vor dem Teichrücklauf verwendet.
Material: gesinterter Ton
Oberfläche pro kg: ca. 200 – 300 m²
8) Siporax: wird auch als Mercedes unter den Filtermaterialien bezeichnet. Dieses hoch poröse Glasprodukt besitzt eine Ansiedlungsfläche von 1200 m²/kg. Es wird in erster Linie verwendet um die Reinigungskraft eines Filters zu steigern und wird daher auch in der Endstufe des Filters eingesetzt. Außerdem kommt es manchmal auch in Rieselfiltern bzw. Eiweißabschäumern zum Einsatz.
Material: Sinterglas
Oberfläche pro Liter: ca. 200 -300 m²
9) Zeolith: gehört eigentlich schon zu den chemischen Filtermaterialien. Auf Grund seiner Struktur hat es aber auch mechanische und biologische Eigenschaften. In erster Linie wird es aber eingesetzt um Schwermetalle zu binden. Dabei wird Salz an das Wasser abgegeben. Die Zeolitheigenschaften können durch Salzwasser wieder regeneriert werden.
Daher nie Zeolith und Salz zusammen im Teich verwenden.
Material: Silikat-Minerale
Es gibt noch eine ganze Menge anderer verwendeter Filtermaterialien, auf die ich aber im Detail nicht mehr eingehen möchte. Gerade bei selbstgebauten Filtersystemen findet man die tollsten Filtermaterialien. Von Lockenwicklern, Topfschwämmen, Blähton, Sand, Filterwatte bis hin zu den unterschiedlichsten Kiesvarianten. Alle Filtermaterialien erfüllen ihre Aufgabe Schadstoffe aus dem Wasser abzubauen, das eine besser und ein anderes wieder nicht so gut. Ganz egal welches Material zum Einsatz kommt, WICHTIG ist, dass es für den Teich geeignet ist und keine Substanzen oder


