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Geschichte der Koi

Der Karpfen stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Asien. Er wurde aber schon von den Römern in Europa eingeführt und vor allem durch die Klöster im Mittelalter verbreitet.

Die vielen herrlichen Koi - Zuchtformen die wir heute kennen, stammen alle von dem gewöhnlichen schwarzen Karpfen der in Japan Magoi heißt und der Ahnherr aller Zuchtkarpfen ist. Dieser Fisch, den es immer noch gibt, kann auf eine Geschichte von 2500 Jahren zurückblicken. Ursprünglich war er in den Seen Ostasiens und China zu Hause.

Zur Feier seiner Geburt soll König Soko von Ro dem ersten Sohn des großen chinesischen Philosophen Konfuzius (ca. 479-551 v. Chr.) einen Koi geschenkt haben

In China soll es bereits vor Christi Geburt Farbmutationen von Karpfen gegeben haben. Sicher entstanden aber erst vor 200 Jahren in Japan rote Karpfen. Heute kommen auch bei uns in zahlreichen Gewässern Koi vor, die ausgesetzt oder aus überschwemmten Teichen stammen.

In Japan wurden Koi erstmals in der Provinz Niagata, anfänglich als Speisefische, doch später wegen ihrer wunderschönen Farben und Muster gezüchtet. Die Region ist auch heute noch das Zentrum der Koi – Zucht.

Der Karpfen selbst ist ein plumper, massiger Fisch, der in den meisten Karpfenzuchten heute in der Form mit wenig Schuppen (Spiegelkarpfen, Zeilkarpfen) vorkommt. Durch Einkreuzen von Zeilkarpfen entstanden die Doitsu (gesprochen Doits) . Die Jumbokoi können heute über 1 m Größe erreichen und über 20 kg schwer werden. Man unterscheidet etwa 450 verschiedene Zuchtformen, die sich aber in 13 Gruppen ordnen lassen.

Der Karpfen (Koi) ist ein gefräßiger Schwarmfisch, er kann mit nahezu jedem Futter gefüttert werden und frisst auch die Teichpflanzen. Große Karpfen (ca.500g) können im Extremfall mehr als ein Jahr hungern, in einem Fall wird von 612 Tagen ohne Nahrungsaufnahme berichtet.