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Die richtige Teichpumpe für Ihren Gartenteich

Das Herzstück eines jeden Koiteiches ist die Filteranlage mit der Teichpumpe. Gerade an die Teichpumoen im Koiteich werden extrem hohe Anforderungen gestellt. Einerseits müssen die Pumpen rund um die Uhr einsatzbereit sein und ihren Dienst verrichten. Andererseits sollten sie so wenig wie möglich an Energie (Strom) verbrauchen, da sie zum Großteil für die laufenden Kosten eines Koiteiches verantwortlich sind. Nebenbei bemerkt spielt auch der Kaufpreis eine nicht zu unterschätzende Rolle. Teichpumpen kann man in Zoohandlungen, Baumärkten, Teichbaufirmen kaufen, aber auch bei Ebay (Internetauktionshaus) findet man eine Riesenauswahl an Geräten.


Wo liegt der Unterschied zwischen den angebotenen Teichpumpen? Welche Teichpumpe für welchen Verwendungszweck? Worauf sollte beim Kauf einer Teichpumpe geachtet werden?

Arten von Teichpumpen

Es gibt sehr viele verschiedene Pumpentypen, von denen sich nicht alle zum Gebrauch am Koiteich eignen. So sind Tauchpumpen wie man sie bei Baumärkten oft zu "Spottpreisen" erhält, zwar eine nützliche Hilfe um vielleicht einmal den Teich leer zu pumpen, aber als Filterpumpen sind sie eher ungeeignet. Dies liegt zum einem an dem relativ hohen Stromverbrauch im Vergleich zur beförderten Wassermenge, und außerdem können viele dieser Pumpen nicht als Dauerläufer eingesetzt werden. D.h. sie müssen in regelmäßigen Abständen wieder abgestellt werden, was für eine Teichfilterpumpe nicht infrage kommt. Ein Merkmal einer guten Teichpumpe ist also, der Einsatz als Dauerläufer. Diese Eigenschaft kann man im Normalfall leicht erfragen, oder es steht sogar auf der Verpackung des Produktes. Pumpen die als Teichpumpen verkauft werden, sind in der Regel immer Dauerläufer.

Eine weitere Kategorie sind Teichpumpen die bei Schwimmbädern zum Einsatz kommen. Diese haben in der Regel schon ganz gute Fördermengen im Vergleich zum Stromverbrauch. Sicher liegen sie bei den angebotenen Teichpumpen in Bezug auf den wirtschaftlichen Aspekt noch ganz weit hinten, aber dafür liefern sie ordentlich Druck. Dies ist vor allem bei langen Rohrstrecken oder zum Hochpumpen von Wasser wichtig (z.B. Wasserfälle, Bachläufe, etc.), da dann am Ende des Rohrstückes auch noch genug Wasser rauskommt. Es gibt auch manche Filtersysteme (Beadfilter, Sandfilter, …) die solche Pumpen benötigen, um eine einwandfreie Funktion zu gewährleisten.

Bei den normalen Teichpumpen kann man dann wieder in zwei verschiedene Kategorien unterteilen. Die einen haben ein offenes Schaufelrad und werden hauptsächlich zum Umwälzen großer Wassermengen verwendet und die anderen haben ein geschlossenes Laufrad und eignen sich eher als Springbrunnen oder Wasserfallpumpen. Teichpumpen haben im Vergleich zu den vorhin genannten Pumpen nur einen Bruchteil des Stromverbrauches aber man muss bedenken, dass sie bei jedem kleinen Widerstand enorm an Leistung einbüßen.

Dazu zählen die Länge der Rohrleitungen, Rohrkrümmungen, Höhenunterschiede, Rohrverengungen, Schieber, Kugelhähne, UVC-Lampen, Wärmetauscher, Heizungen usw. Aus diesen Gründen geht man heute auch dazu über, die Leitung vom Filter zurück zum Teich möglichst kurz zu halten. Es werden große Rohrdurchmesser gewählt und jede nicht benötigte Krümmung oder Verengung wird gemieden. Wenn eine Teichanlage so aufgebaut ist, können auch Pumpen mit riesigen Förderleistungen bei geringstem Stromverbrauch eingesetzt werden. Solche Pumpen sind z.B. so genannte Rohrpumpen. Damit können mit ungefähr 100 Watt/Stunde Wassermengen von über 50000l/h umgewälzt werden. Vorraussetzung wie gesagt keinerlei Widerstände in den Rohrleitungen und keine Pumphöhen.

Einsatzgebiet und Verwendungszweck von Teichpumpen Grundsätzlich kann man bei den Pumpen auch noch darin unterscheiden, wie oder wo sie aufgestellt werden müssen. Es gibt Pumpen die ausschließlich unter Wasser zum Einsatz kommen, da das Wasser als Kühlung fungiert. Andere darf man nur trocken aufstellen und bedürfen deshalb eines Pumpenschachtes oder einer entsprechenden Abdeckung. Einige Pumpen können sowohl trocken als auch untergetaucht verwendet werden, aber dies ist eher die Ausnahme. Wenn eine Pumpe in einem Pumpenschacht oder Filterschacht trocken aufgestellt wird, muss auch gewährleistet werden, dass dieser Schacht nicht mit Wasser voll laufen kann. Eine fachgerechte Installation sollte auf jeden Fall vorgenommen werden. Es empfiehlt sich für die elektrischen Anschlüsse beim Teich einen eigenen FI (Fehlerstromschutzschalter) einzubauen, um Stromunfälle mit Wasser zu vermeiden. Am besten ist es, wenn man sich an ein Elektrofachgeschäft wendet.

Ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl der richtigen Teichpumpe ist auch die Art der Filteranlage. Bei Sandfiltern und dergleichen werden Pumpen mit hoher Druckleistung benötigt (Schwimmbadpumpen). Zu unterscheiden ist auch, ob der Filter durch eine Pumpe gespeist wird oder ob man eine Schwerkraftfilteranlage hat. Liegt die Pumpe im Teich und fördert das Wasser direkt zum Filter, so sollte sie möglichst große Verunreinigungen transportieren können, um nicht allzu schnell zu verstopfen. Der Nachteil ist, dass trotzdem durch die Pumpe der Schmutz zerkleinert wird, und somit schwerer aus dem Wasser entfernt werden kann.

Da von der Teichpumpe zum Filter in den meisten Fällen auch Schläuche zur Verwendung kommen, geht ein Teil der Leistungsfähigkeit der Pumpe durch Reibung verloren. Dies sollte bei der Auswahl der Pumpe berücksichtigt werden, und im Zweifelsfall sollte man sich für das nächstgrößere Modell entscheiden. Als Grundformel für die Leistungsfähigkeit einer Pumpe gilt, dass der gesamte Teichinhalt alle 2 Stunden durch den Filter gepumpt werden muss. Also für einen 20000 Liter großen Teich benötigt man eine Pumpe die 10000l/h umwälzen kann. Dabei zählt nicht ob auf dem Typenschild eine Umwälzrate von 10000l/h angegeben ist, sondern ob tatsächlich in einer Stunde aus dem Filter die 10000 Liter zurück in den Teich fließen.

Es kann durchaus sein, dass dafür eine Pumpe mit einer Förderleistung von 15000 Liter oder mehr notwendig ist. Die Pumpenleistungskennlinien die auf vielen Verpackungen abgebildet oder in der Beschreibung zu finden sind, sollten ebenfalls mit Skepsis betrachtet werden. Die Kennlinie sagt zum Beispiel aus, dass eine Pumpe bei 1m Förderhöhe von den ausgehenden 10000l/h nur noch 7500l/h liefert. Allerdings bezieht sich der Wert oft wirklich nur auf ein Rohrstück mit 1m Länge das senkrecht in die Höhe steht. Hat man also eine längere Rohrleitung und einige Rohrbögen eingebaut und eine Höhe von 1m zu überwinden dann kann es sein, dass sehr schnell nur noch 5000l/h gefördert werden.

Hier haben Teichpumpen mit einem höheren Stromverbrauch im Allgemeinen den Vorteil, dass sie auch mehr Druck erzeugen und daher die Leistungsangaben des Herstellers eher zutreffen. Bei Schwerkraftbetriebenen Filtern, ist die Pumpe in der letzten Filterkammer untergebracht und verschmutzt daher auch kaum. Es können daher Teichpumpen eingesetzt werden, die hauptsächlich zur Umwälzung von großen Wassermengen gebaut wurden. Neue "Niedrigenergiepumpen" können z.B. ohne Gegendruck bei einem Stromverbrauch von lediglich 120 Watt/h eine Wassermenge von 18000l/h fördern. Noch bessere Leistungen erbringen die schon erwähnten Rohrpumpen.

Kauf von Teichpumpen Beim Pumpenkauf sollte zuerst einmal darauf geachtet werden, ob die Pumpe den gewünschten Anforderungen entspricht. Gerade in Bezug auf die Umwälzleistung ist es wichtig keine Kompromisse einzugehen. Sicher werden ein paar Liter mehr oder weniger keine großen Probleme schaffen, aber wenn eine Pumpe deutlich zu klein ausgelegt wurde, dann wird sich das auf alle Fälle auf die Wasserqualität und vor allem auf die optische Qualität des Wassers auswirken. Zu wenig Wasserbewegung führt dazu, dass sich Schmutz an verschiedenen Stellen im Teich ansammelt und zu faulen beginnt. Schwebepartikel können nicht mehr schnell genug aus dem Wasser entfernt werden und das Wasser wird trübe. Die Folgen sieht man im gesamten Teichsystem.

Ein weiterer Punkt auf den man achten sollte ist die Angabe des Stromverbrauches. Fast alle Hersteller schreiben auf ihr Produkt eine Leistungsangabe, z.B. 150 Watt. Dabei wird aber nicht erwähnt ob es sich bei den 150 Watt um die aufgenommene oder abgegebene Leistung handelt. D.h. das unter Umständen eine Pumpe mit 150 Watt abgegebener Leistung über das eineinhalbfache bis doppelte an Leistung aufnimmt, also 225–300 Watt; 75-150 Watt werden nur in Wärme umgewandelt und stehen somit nicht zur Beförderung vom Wasser zur Verfügung. Und da die Filterpumpe 24 Stunden am Tag läuft, macht es Sehrwohl einen Unterschied ob 150 oder 300Watt in einer Stunde verbraucht werden. Ein kleiner Trost – die in Wärme umgesetzte Energie wirkt als "Wasserheizung". Ob die Teichpumpe jetzt bei einem Fachhändler gekauft wird, oder übers Internet ersteigert wird muss jeder selbst entscheiden. Qualitätsprodukte gewähren oft 3-5Jahre Garantie, was aber nicht heißt das andere Produkte von minderwertigerer Qualität sind.

Wartung und Pflege von Teichpumpen Wichtig bei fast allen untergetaucht arbeitenden Pumpen ist, dass sie auch im Wasser gelagert werden müssen. Vor allem jene Teichbesitzer, die in den Wintermonaten die Filteranlage abstellen, sollten die Pumpen in einem Kübel Wasser an einem frostfreien Ort aufbewahren. Trocken aufgestellte Pumpen sollten nach Möglichkeit ebenfalls mit gefülltem Pumpenkörper gelagert werden. Ausgetrocknete Dichtungen führen meistens zum totalen Verlust der Pumpe, da der Tausch einer solchen Dichtung teurer ist als eine Neue. Verschmutzte Pumpenvorfilter verringern den Durchfluss von Pumpen und führen unter Umständen zum Überhitzen. Deswegen ist eine regelmäßige Kontrolle des Filterkorbes unerlässlich – vor allem in Teichen mit starkem Algenwachstum. Ebenfalls eine Überlegung Wert ist es, eine zweite Reservefilterpumpe anzuschaffen. Fällt eine Pumpe aus irgendeinem Grund einmal aus, kann trotzdem die Filterung des Teichwassers aufrecht erhalten bleiben. Man könnte auch anstatt einer großen Pumpe zwei Kleinere verwenden und so zum gleichen Ergebnis gelangen.

Es gibt eine ganze Menge an Punkten auf die man beim Kauf einer Teichpumpe achten kann. Gerade beim Herz unserer Teichanlage sollte man lieber auf Nummer sicher gehen. Rechnet man den Wert eines Fisches im Vergleich zu dem Anschaffungspreis einer Pumpe, dann erkennt man schnell wie wichtig eine gut funktionierende Pumpe ist. Trotzdem sollte aber gerade in der heutigen Zeit auch auf die wirtschaftliche Seite geschaut werden. Einerseits unserer Umwelt zuliebe und außerdem steigen die Energiekosten ständig an. In diesem Sinne wünsche ich noch ein beruhigendes „Plätschern“.